Mit PROBAU bleiben beim Bauen und Renovieren keine Fragen offen

PROBAU hilft Ihnen nicht nur mit maßgeschneiderten Baustoffen weiter, sondern steht Ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite. In der untenstehenden Liste finden Sie wichtige Fachbegriffe und Ihre Erläuterungen für alle Ihre Bau-Vorhaben.

A

Abrutschen
Ein Prüfkriterium für Fliesenkleber. An senkrechten oder stark geneigten Flächen wird gemessen, wie viel Millimeter der Kleber durch das Gewicht der Fliese rutscht. Die Prüfung ist bestanden, wenn keine Fliese mehr als 0,5 mm abrutscht.

Anhydritestriche
Bei dieser Estrichart wird Anhydrit als Bindemittel eingesetzt. Anhydritestriche werden entweder schwimmend oder im Verbund ausgeführt und dürfen keinesfalls in Nass- oder Feuchträumen eingebaut werden. Vor der weiteren Bearbeitung muss deren Oberfläche grundsätzlich ab- oder angeschliffen werden.

Anmischen oder Anmachen
Der Arbeitsgang der Materialvorbereitung. Trockenmörtel müssen vor der Verarbeitung mit sauberem Wasser (auch Anmachwasser genannt) knotenfrei angerührt werden. Das geht am besten mit einem Rührquirl.

Anmachwasser
Benennt die Wassermenge, die dem Mörtel hinzugefügt wird, um ihn verarbeitungsgerecht anzumischen.

Arbeitsraum
Als Arbeitsraum wird der Raum zwischen Kelleraußenwand und Erdreich bezeichnet. Dieser Arbeitsraum wird nach ausreichender Durchtrocknung der Dickbeschichtung wieder mit Erdreich verfüllt.

Aufbruch
Ein Prüfkriterium für Fliesenkleber. Beschrieben wird die Fähigkeit einer aufgekämmten Klebstoffschicht zur plastischen Verformung. Der Fliesenkleber wird aufgekämmt, eine Glasplatte aufgelegt und belastet. Anschließend wird gemessen, wie viel Kleber auf der Kontaktfläche zwischen Glasplatte und Kleber vorhanden ist. Der Aufbruch (Kontaktfläche)muss mindestens 65% betragen.

Auf- oder Durchkämmen
Bezeichnet den Arbeitsgang des Durchziehens der Auftragsmasse auf dem Untergrund – wie bei einem Fliesenkleber – mit dem Zahn- oder Kammspachtel.

Aufstauendes Wasser
Grund-, Stau- oder Schichtenwasser, das von außen einen hydrostatischen Druck auf das Mauerwerk ausübt. Dieser Lastfall ist bei Abdichtungen im Grundwasser, aber auch bei bindigen Böden und/oder Hanglagen anzunehmen.

B

Bewegungsfugen
Fugen, die konstruktionsbedingte Spannungen zwischen festen Bauteilen ausgleichen. Sie werden dauerelastisch abgedichtet. Bewegungsfugen, die bereits im Untergrund vorgegeben sind, müssen grundsätzlich bis zur Oberfläche der Bekleidung durchgeführt werden.

Bewehrung
Eisenmatten oder Eisenstangen, die in Beton eingelegt werden und die Rissbildung im Beton minimieren.

Bindemittel
Sind vor allem Gips, Kalk und Zement und dienen dazu, die Zuschlagstoffe (Sand, Kies) fest zusammenzubinden.

Bodenbelag
Die direkt benutzte und begangene Oberflächenschicht. Wird auch Oberboden genannt.
Die bekanntesten Bodenbeläge sind z.B. Parkett, Laminat, Fliesen, Platten, textile Beläge usw.

Bindiger Boden
Bindige Böden sind Böden mit plastischen Eigenschaften wie z.B. Lehm oder Ton.

Bitumen
Bitumen ist ein bei der Aufarbeitung ausgewählter Rohstoffe gewonnenes Gemisch verschiedener organischer Substanzen, dessen viskoses Verhalten sich mit der Temperatur ändert.

Bitumen-Emulsion
Durch intensives Einrühren von Bitumen in heißes Wasser verteilt sich das Bitumen tropfenförmig innerhalb des Wassers, es entsteht eine Bitumen-Emulsion.

Bodenfeuchtigkeit
Der Lastfall Bodenfeuchtigkeit liegt bei einem sehr gut durchlässigen Boden vor, in dem Wasser in tropfbar flüssiger Form nicht auf die Kellerwände einwirkt.

Buttering-Verfahren
Arbeitsmethode bei der Dünnbettverlegung. Der Fliesenkleber wird auf die Rückseite der Fliese und nicht auf dem zu verfliesenden Untergrund aufgetragen.

Buttering-Floating-Verfahren
Siehe „Kombiniertes Verfahren“.

C

CO2
Kohlendioxid („Treibhausgas“) entsteht bei Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe (Kohle, Öl, Erdgas, Holz).

D

Dampfdiffusionsfähigkeit
Beschreibt die Atmungsaktivitäten von Baustoffen.

Dehnungsfugen
Siehe „Bewegungsfugen“.

Dickbeschichtungen
Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen sind pastöse, spachtelfähige Massen auf der Basis von Bitumenemulsionen. Sie werden als Außenabdichtung gegen Wasser auf der dem Wasser zugewandten Seite des Baukörpers aufgetragen.

Dickbettverlegung/-verfahren
Die älteste Technik zum Verlegen von Fliesen. Jede Fliese wird einzeln mit Mörtel versehen, die Mörtelschicht beträgt 15 bis 20 mm. Z.B. für Natursteinverlegung.

DIN 4108
DIN (Deutsche Industrie Norm) über die Mindestanforderungen des Wärmeschutzes im Hochbau, Teil 1-5.

DIN 18195
Die Deutsche Norm für Bauwerksabdichtungen. Sie beschreibt die Ausführung von Bauwerksabdichtungen und behandelt die Verwendung von Abdichtungsmaterialien für die entsprechenden Lastfälle.

Dispersionskleber
Gebrauchsfertige Klebstoffe aus Kunststoffen.
Die Erhärtung verläuft durch Wasserabgabe/ Luftzufuhr.

Dränplatten
Dränplatten werden als Schutzschicht auf dieDickbeschichtung geklebt. Anschließend werden die Arbeitsräume mit Erdreich verfüllt.

Dünnbettverlegung/-verfahren
Eine der heute gebräuchlichsten Techniken zum Verlegen von Fliesen. Der Kleber wird dünnschichtig (von 2 bis 6 mm) auf den Untergrund oder die Fliesenrückseite aufgetragen. Die Untergründe müssen hierfür absolut eben sein.

Durchtrocknungszeit
Zeitangabe, wann die Dickbeschichtung vollständig durchgetrocknet ist und die Verfüllung des Arbeitsraumes vorgenommen werden kann.

E

Edelputze
Sind Putze, die aufgrund des Kornaufbaus unterschiedliche Strukturen zulassen. In der Regel gibt es sie auch als durchgefärbte Putze.

Einbügeln
Beschreibt den Vorgang des Verdichten von Fugenmörtel, nachdem dieser in die Fugen eingebracht wurde.

Einschlämmen
Allgemein die Oberflächenabdichtung mit Schlämmen, hier der Arbeitsgang des Verfugens. Zur Verfugung wird sehr flüssiger/ weicher Mörtel (Schlämme) mit dem Gummischieber verarbeitet.

Energiebilanzverfahren
Gegenüberstellung von Wärmeverlusten und Wärmegewinnen.

Energieeinsparverordnung EnEV
Verordnung über einen energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden.

Estrich
Bodenbelag meist auf Zement-, Anhydrit-, Gussasphalt- oder Asphalt-/Bitumenbasis mit einer ebenen, glatten Oberfläche. Es werden »schwimmende Estriche« und »Verbundestriche« unterschieden.

Estriche auf Trennschicht
Dieser Estrich ist nicht fest mit dem Untergrund verbunden und liegt auf einer Trennfolie. Die Mindestdicke beträgt ca. 35 mm.

F

Farbpigmente
Sehr feine, trockene Farbpulver, die zur Einfärbung beispielsweise farbiger Edelputze verwendet werden. Diese Pigmente sind prinzipiell licht- und witterungsbeständig.

Filzen
Umschreibt den Vorgang des „Abreibens“ eines angesteiften Putzes mit einem Filzbrett.

First
Oberste Dachkante, an der die schrägen Dachflächen aneinander stoßen.

Floating-Verfahren
Arbeitsmethode bei der Dünnbettverlegung, bei der der Fliesenkleber auf den Untergrund aufgetragen wird.

Frostsicher
Im erhärteten Zustand widerstandsfähig gegen Frosteinwirkung.

Fußboden
Die Bezeichnung für alle Schichten und Schalen oberhalb der tragenden horizontalen Bauteile eines Gebäudes.

G

Glätten
Beschreibt das Abreiben eines angesteiften Gipsputzes mit einem Stahlglätter und evtl. etwas Wasser.

Glättkelle
Stahl- oder Kunststoffkelle zur Bearbeitung von Estrichen oder Putzflächen und Erzielung einer geglätteten Struktur, zum Auftragen und/oder Bearbeiten von Edelputzen.

Grundieren
Vorbehandlung des zu verfliesenden Untergrundes mit einer Emulsion oder einem anderen Mörtel, um je nach Untergrund z.B. die Haftung zu verbessern, die Saugfähigkeit zu vermindern oder den Untergrund zu verfestigen.

Grundierungen/Haftbrücken
Vorbehandlung des Untergrundes mit einer Emulsion oder einer Mörtelschlämme, um je nach Untergrund z.B. die Haftung zu verbessern, die Saugfähigkeit zu vermindern oder den Untergrund zu festigen. Grundierungen sind grundsätzlich mit einem Quast, einer Bürste oder einer Rolle aufzutragen.

H

Hautbildung
Ein Prüfkriterium von Fliesenklebern bezüglich der Zeit zwischen Aufkämmen und Beginn der Erhärtung. Danach lässt die Haftfähigkeit der aufgekämmten Schicht nach. Nach Beginn einer Hautbildung an der Oberfläche dürfen eine Fliesen mehr eingelegt werden.

Hohlkehle
Beschreibt den Übergang an allen Wand-/ Bodenanschlüssen und Innenecken. Hohlkehlen werden in einem Radius von 4 bis 6 cm mit einem Mörtel der MG II oder III ausgeführt.

Homogen
Bedeutet gleichartig, einheitlich. Ein Mörtel ist homogen, wenn das Material gründlich durchgerührt ist und sich gleichmäßig verarbeiten lässt.

Hydraulisch erhärtete Dünnbettmörtel
Trockenmörtel zum Ansetzen und Verlegen von keramischen Fliesen und Platten. Als Bindemittel wird Zement eingesetzt. Erst nach Wasserzugabe können die Mörtel erhärten.

J

Jahresheizwärmebedarf
Jährlicher Energiebedarf pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche in Litern Heizöl bzw. Kubikmetern Erdgas.

K

Kombiniertes Verfahren
(auch: „Buttering-Floating“). Spezielle Dünnbettverlegetechnik, z.B. in hoch beanspruchten Bereichen. Der Kleber wird sowohl auf den Untergrund als auch auf die Fliesenrückseite aufgetragen.

Konsistenz
Beschreibt die Dick- oder Dünnflüssigkeit von Mörtel. Die verarbeitungsgerechte Konsistenz hängt von der jeweiligen Anwendungsart ab und wird durch die auf Verpackungen angegebene Wassermenge erzielt.

Korrigierzeit
Prüfkriterium von Fliesenklebern: Zeitspanne, in der die Lage der Fliese ohne Veränderung der Hafteigenschaften korrigiert werden kann.

Kratzspachtelung
Eine Kratzspachtelung wird bei Oberflächenprofilierungen bzw. Unebenheiten von Steinen aufgetragen und muss vor dem nächsten Auftrag getrocknet sein.

L

Lastfall
Bei Abdichtungsarbeiten im Erdreich wird mit verschiedenen Lastfällen gerechnet: Bodenfeuchtigkeit und nicht stauendes Sickerwasser sowie aufstauendes Sickerwasser.

Lichtecht
Eigenschaft von guten Farbpigmenten, die durch die Einwirkung von Licht nicht verblassen.

Lösemittel
Wird bei der Herstellung von Bitumenprodukten verwendet, um u.a. die Verarbeitungstemperaturen herunterzusetzen.

M

Mauerwerksanker
Nicht rostende Drahtanker zur Verbindung von Mauerwerk an angrenzende Bauteile.

Mineralische Edelputze
Hier handelt es sich grundsätzlich um natürliche Kalkputze, die keine Kunststoffzusätze enthalten.

Mineralische Putze
Sind Putzmörtel, die auf Basis natürlicher Rohstoffe hergestellt werden. Als Bindemittel werden Kalk, Zement, deren Kombination oder Gips eingesetzt.

Mittelbettverlegung/-verfahren
Technik, die sich aus Dickbettverfahren und Dünnbettverfahren entwickelt hat. Der Kleber wird zwischen 5 und 15 mm mit einem grobenZahnspachtel aufgetragen. Kleinere Unebenheiten im Untergrund lassen sich so ausgleichen.

Mörtelgruppen/Putzmörtelgruppen
Bezeichnen die Festigkeit des Mörtels. Mauermörtel werden in Mörtelgruppen, Putze in Putzmörtelgruppen eingeteilt.

N

Nachbehandlung
Beton und Mörtel müssen nach Verarbeitung nachbehandelt werden, d.h. sie werden je nach Umgebungsbedingungen für einen bestimmten Zeitraum mit einer Folie abgedeckt oder feucht gehalten.

Nassschichtdicke
Entspricht der Auftragsdicke der Dickbeschichtung auf das abzudichtende Bauteil. Die angegebene Nassschichtdicke darf an keiner Stelle um mehr als 100% überschritten werden.

NEH
Niedrigenergie-Haus, U-Wert 0,3 oder kleiner für die Außenwand.

Nicht bindiger Boden
Als nicht bindige Böden werden u.a. Sand und Kies bezeichnet, d.h. hierbei handelt es sich um Böden ohne plastische Eigenschaften.

Nicht drückendes Wasser
Dieser Lastfall liegt bei Oberflächen- und Sickerwasser in tropfbar flüssiger Form vor. Auf die Abdichtung übt das Wasser keinen hydrostatischen Druck aus.

O

Offene Zeit
Produkteigenschaft, die sich auf den Zeitraum zwischen Materialauftrag und der „Hautbildung“ des Materials bezieht (wichtig für die Verarbeitungszeit).

P

PS-Hartschaumplatten
Technische Bezeichnung: Polystyrolhartschaum. Schaumkunststoffplatten für den Wärme- und Schallschutz. Auch bekannt unter dem Namen Styropor oder Styrofoam.

Q

Quarzsand
Sand aus Mineralien. Gewinnung aus Sandgruben und Flussbaggereien. Als Zuschlag für Mauer-, Putz- und Estrichmörtel.

R

Reifezeit
Der Zeitraum, in dem einige Materialien zwischen Anmischen und nochmaligem Aufrühren ruhen müssen.

Rissüberbrückung
Beschreibt die Möglichkeit, bereits im Untergrund vorhandene bzw. nachträglich entstandene Risse zu überbrücken.

S

Sauberkeitsschicht
Ist eine aus Sand oder feinem Kies bestehende Schicht, die zum Ebnen eines Betonieruntergrundes eingebracht wird.

Schutzfolie
Beschreibt die Elastizität und Flexibilität eines Bitumen-Anstriches.

Schwimmender Estrich
Der Estrich ist nicht fest mit dem Untergrund verbunden und liegt auf einer Trennfolie. Die Mindest-dicke liegt bei ca. 35 mm.

Schwinden
Beschreibt die Verkürzung eines Bauteils während der Erhärtung.

Selbstverlaufend
Eigenschaft, die die Fließfähigkeit einer Bodenausgleichsmasse beschreibt. Das Material verteilt sich fast von selbst. Um einen gleichmäßigen Verlauf zu unterstützen, wird mit einem Gummischieber, Besen oder einer Kelle gearbeitet.

Sturz
Träger oder Balken über einer Öffnung.

T

Trockenmörtel
Bereits im Werk vorgemischte Mörtel, die nach Zugabe von Wasser gebrauchsfähig sind.

Trocknungszeit
Beschreibt die Zeit, die bis zur völligen Austrocknung des Materials notwendig ist. Erst danach dürfen Folgearbeiten durchgeführt werden.

Trockenschichtdicke
Die Trockenschichtdicke beschreibt die endgültige Dicke der Bitumen-Dickbeschichtung. Sie entsteht nach vollständiger Durchtrocknung der Dickbeschichtung und muss je nach Lastfall Mindestdicken aufweisen, die an keiner Stelle unterschritten werden dürfen.

U

U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient, beziffert die Wärmeverluste. Er wird in Watt pro Quadratmeter mal Kelvin W/(m2xK) ausgedrückt und besagt, wie viel Wärme bei 1° C Temperaturgefälle durch 1 m2 Wandfläche verloren geht. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmung.

Überwässern
Beim Anmischen des Mörtels wird zu viel Wasser beigefügt. Dadurch verändern sich die Materialeigenschaften.

V

Verarbeitungszeit
Die Zeit, in der das Material nach dem Anmischen verarbeitungsfähig bleibt.

Verbundestrich
Der Estrich ist fest mit dem Untergrund verbunden. Die Mindestdicke liegt bei ca. 20 mm.

Verdichten
Vorgang, mit dem das Mörtel- bzw. Betongefüge zusammengedrückt, also dichter gemacht wird.

Z

Zementestrich
Zement ist das für die Erhärtung verantwortliche Bindemittel. Zementestriche erhärten hydraulisch und benötigen bis zur vollständigen Erhärtung mindestens 28 Tage. Erst dann sollten Bodenbeläge verlegt werden.

PROBAU Merkliste

Wir sehen uns im nächsten BAUHAUS Fachcentrum. Gutes Gelingen wünscht Ihr PROBAU Team!
Merkliste ausdrucken